Canistel (Sapote amarillo)

von Jutta
Update:

An Früchten, die ich nicht kenne, kann ich einfach nicht vorbeigehen. So auch Anfang Mai auf dem Bauernmarkt in Los Silos. Einer unserer Lieblingsstände hatte diese gelben, spitz-zulaufenden Früchte im Angebot. Nach ausführlicher Beratung zu Geschmacks und Verwendung durfte eine Canistel zum Probieren in den Einkaufskorb und mit nach Hause.

Die Canistel (Pouteria campechiana) gehört wie ihre etwas besser bekannte Verwandte Lucuma, zu den Sapotengewächsen und stammt aus Mittelamerika.  Reife Früchte erkennt man an ihrer gelben , etwas matter werdenden Schale und dass sie auf Druck leicht nachgeben, so wie  reife Avocados. Unsere Canistel war beim Kauf noch grün-gelblich und hat ca. 1 Woche in der Obstschale gelegen, bis sie nachgereift war. Aufgeschnitten fällt das orangelbe Fruchtfleisch, dass 1-5 braune Samen umgibt, sofort ins Auge. Es ist trocken, leicht faserig und die Konsistenz erinnert an Kastanien oder hartgekochtes Eigelb, weswegen die Canistel auch Eifrucht heißt. Das Fruchtfleisch schmeckt sehr süß und kann nach Entfernung der Schale direkt roh gegessen werden.  Wegen der trockenen Konsistenz empfiehlt sich aber die Weiterverarbeitung zu einem  Shake, zu Eis oder Mousse, wofür sie wegen ihrer natürlichen Süße und attraktiven Farbe perfekt geeignet sind.

Canistel Pouteria campechiana auf Teneriffa

Und wie sieht es mit den Nährwerten aus? Canisteln sind sehr reich an Kohlenhydraten und Beta-Carotin, dass vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann und die Frucht so intensiv färbt.

Übrigens, weiße Flecken auf den Früchten sind völlig normal. Wird der Canistelbaum verletzt, gibt er weißen und klebrigen Saft ab. Dieser auch Latex genannte Pflanzensaft tropft z.B. vom Stiel der abgetrennten Frucht auf die Frucht und trocknet dort.

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